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Das Wendland

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Vom Mittelalter bis in die frühe Neuzeit, wurde das Wendland von Slawen bewohnt wurde, die im gesamten deutschsprachigen Raum als Wenden bezeichnet wurden. Das Wendland wurde geprägt von der polabischen Kultur.
Bis ca. 1700 war es das westlichste Gebiet slawischer Sprache. Die slawische Sprache der Wendländer, das Drawänopolabische ist seit 1756 ausgestorben. Derzeit ist etwa jeder dritte Europäer slawischer Abstammung.  Kern des Wendlands,
ist das Hannoversche Wendland im Osten Niedersachsens. Gekennzeichnet durch den Landkreis Lüchow-Dannenberg zwischen Drawehn und Elbe. Mit unfruchtbaren Böden und Wasserarmut infolge des wasserdurchlässigen Bodens ist es in seiner Geschichte immer siedlungsunfreundlich gewesen. Der größte Teil des Hannoverschen Wendlands liegt im Urstromtal der Elbe. Hierbei wird zwischen der eigentlichen Elbtalaue im Norden und der Lüchower Niederung unterschieden.
Landschaftsbestimmend dort ist der Höhenzug des Drawehn, es handelt sich um eine sandige Geest, die mit Kiefern aufgeforstet wurde. Diese Geest wird von zahlreichen Fließgewässern Kanälen und Gräben durchzogen.

Siedlungsweise
Im Hannoverschen Wendland ist der dörfliche Siedlungstyp des Rundlings weit verbreitet und erhalten. Abseits der damaligen großen Handelswege kommen diese im Wendland in gehäufter Ausprägung vor. Zahlreiche Ortsnamen slawischen Ursprungs sind dabei erhalten geblieben, es entstanden im Mittelalter die Rundlingsdörfer.

Tentativliste als Welt-Erbestätte
Die Rundlingdörfer im Hannoverschen Wendland sind im Jahre 2012 vom Bundesland Niedersachsen als Kulturlandschaft für die deutsche Tentativliste bei zukünftigen UNESCO-Welt-Erbeanträgen nominiert worden. Kultureller Höhepunkt, ist die seit 1989 zwischen Himmelfahrt und Pfingsten stattfindende " Kulturelle Landpartie" als eine der umfangreichsten Kulturveranstaltungen in Deutschland.

 

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